Das Kreuz mit dem Kreuz

Vor einem Jahr war die Begeisterung noch gross: Auch Graubünden soll künftig Wahlzettel mit gedruckten Namen haben. Nun hat der Grosse Rat seine Meinung geändert. Es bleibt beim Namen schreiben.

Das Kantonsparlament hatte im Dezember 2012 eine Vereinfachung des Wahlverfahrens beschlossen: Stimmzettel zum Ankreuzen statt Namen schreiben. Allerdings war das Ankreuzen in der Vernehmlassung zur Teilrevision des Gesetzes über die politischen Rechte umstritten.

In der August-Session hat sich der Grosse Rat nun gegen ein neues Wahlzetteldesign ausgesprochen. Das bestehende System sei zuverlässig und die Zukunft liege in der elektronischen Stimmabgabe.

Das Argument der Befürworter, Stimmzettel zum ankreuzen seien einfacher, überzeugte die Mehrheit nicht. Damit hat der Rat eine Idee, die vor einem Jahr noch drei Viertel der Politiker unterstützten, wieder begraben.