«Dass wir nicht auf Rosen gebettet sind, war klar»

Hanspeter Sonderegger ist Gemeindepräsident von Furna. Dass seine Gemeinde vergangene Woche als finanzschwächste Bündner Gemeinde eingestuft worden ist, hat ihn überrascht.

Das Bergdorf Furna

Bildlegende: Die guten Zeiten von Furna sind vorbei. Gemeinde Furna

Vor einer Woche hat der Kanton Graubünden den Verteilschlüssel für die Gelder des neuen Finanzausgleichs präsentiert. Furna ist die schwächste Gemeinde im Kanton und wird künftig rund 350 000 Franken aus dem Topf erhalten. «Dass wir gleich die als finanzschwächste Gemeinde Graubündens eingestuft wurden, hat mich überrascht», sagt Gemeindepräsident Hanspeter Sonderegger im «Regionaljournal Graubünden». «Dass wir aber nicht auf Rosen gebettet sind, war klar.»

Hohe Kosten für Strassen und Schule

Gründe für die schlechte Einstufung: fehlende Einnahmequellen aus Wasserzinsen und aus Steuern. Andererseits muss die Gemeinde viel in den Strassenunterhalt investieren. Zudem ist die Anzahl Schüler in Furna überdurchschnittlich hoch: Auf 200 Einwohner kommen rund 30 Schüler.

Noch bis in die 70er-Jahre sah die Situation anders aus. Die Gemeinde konnte es sich erlauben, auf Steuern zu verzichten und lebte vor allem von der Forstwirtschaft. Das änderte sich, als die Holzpreise sanken.