Den Bären leben lassen

Naturschützer setzen sich mit einer Petition für den Bären in der Schweiz ein. Sie fordern, dass eingewanderte Tiere nicht abgeschossen werden.

Bär im Wald.

Bildlegende: Lebensraum für Bären: Naturschützer setzen sich in Graubünden für das Raubtier ein. Keystone

Über 22'00 Personen in der Schweiz haben die Bärenpetition «Viva M25» des WWF unterzeichnet. Am Mittwoch wurden die Signaturen dem Bündner Regierungspräsidenten Mario Cavigelli übergeben.

Bären und Wölfe müssten in der Schweiz eine Chance haben, sagte die Bündner WWF-Geschäftsführerin Anita Mazzetta in Chur bei der Übergabe der Unterschriften. Mit der Petition werde auch die Arbeit des Kantons Graubünden im Umgang mit Bären anerkannt. Die Unterschriften sollten Mut machen, den eingeschlagenen Weg im Herdenschutz oder in Sachen Abfallkonzept weiter zu verfolgen.

Ebenfalls übergeben wurde Regierungspräsident Mario Cavigelli ein bärensicherer Abfalleimer im Wert von etwa 1000 Franken. Cavigelli versprach, den Eimer an einem geeigneten Ort aufzustellen.

Die Petition "Viva M25" bezieht sich auf den gegenwärtig im südlichen Graubünden und in Oberitalien umher streifenden Braunbären M25. Das zweijährige Männchen ist der neunte Bär, der seit Juli 2005 aus dem oberitalienischen Trentino nach Graubünden gewandert ist.