Der unerwartete Schatz

24 verschiedenen Orchideen-Arten wachsen auf dem Gebiet von Sagogn auf engstem Raum. Von dieser Vielfalt wusste vor vier Jahren noch kaum jemand. Ein Vortrag änderte das schlagartig.

Ein Mann kniet in einer Wiese

Bildlegende: Alois Poltéra kümmert sich um die Orchideen Sagogns. SRF

Anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums von Pro Natura Graubünden zeichnet die Umweltorganisation diverse Projekte zum Schutz der Bündner Natur aus. Unter anderem wird der Verein Pro Sagogn geehrt. Er hat sich in den letzten Jahren für die Artenvielfalt in Sagogn eingesetzt. Unter anderem für den Erhalt der Orchideen.

2011 hielt ein Orchideen-Experte einen Vortrag in Sagogn. «Wir gingen davon aus, dass bei uns ein paar Orchideen vorkommen. Dann stellte sich heraus, dass in Sagogn 24 verschiedene Orchideen wachsen», erinnert sich Alois Poltéra. Unter anderem findet man das Wanzen-Knabenkraut, das fast ausschliesslich in Graubünden vorkommt. Poltéra entschied daraufhin, sich für die Orchideen einzusetzen.

Obst und Orchideen

Seither hat der Verein unzählige Stunden zugunsten der Blumen gearbeitet. Standorte, die von Farnen oder Ästen überwuchert waren, wurden wieder freigelegt. Ausserdem hat der Verein mit Infotafeln eine Art Orchideen-Lehrpfad errichtet.