Deutlich mehr Einbrüche in Graubünden

Auch im Kanton Graubünden wird immer mehr gestohlen. Die am Montag in Chur präsentierte kantonale Kriminalstatistik 2012 bestätigt den schweizerischen Trend: Die überdurchschnittliche Zunahme der Diebstähle und Einbruchdiebstähle.

Ein Einbrecher steigt durch ein geöffnetes Fenster

Bildlegende: Deutlich mehr Straftaten als im Vorjahr verzeichnet die Kriminalstatistik Graubünden 2012. Keystone

Um 10 Prozent auf 3546 Fälle gestiegen sind die Diebstähle in Graubünden im letzten Jahr. Allein die Zahl der Einbruchdiebstähle habe um einen Drittel zugenommen, sagte Gianfranco Albertini, Chef der Kriminalpolizei.

Vor allem auf der Transitachse haben die Einbrüche massiv zugenommen. Das habe unter anderem mit den offenen Grenzen zu tun. Graubünden verzeichne wie das Tessin eine grosse Zunahme von Einbrüchen.

Potenzial bei der Aufklärung sieht die Bündner Polizei vor allem bei den Einbruchdiebstählen. Die Bevölkerung könne bei dieser Art von Delikten oft wertvolle Fahndungshinweise liefern, sagte Gianfranco Albertini weiter.

Mehr Gewalt gegen Beamte

Auch die Gewalt und Drohung gegen Beamte hat 2012 stark zugenommen, von 39 Fällen 2011 auf 57. Diese Zahl könne die Gesellschaft aber beeinflussen, erklärte Regierungsrat Christian Rathgeb gegenüber der Sendung «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF 1. Hier würde Prävention in den Schulen und in der Familie helfen, so Rathgeb weiter.