Die Bündner Hoteliers noch immer in Euro-Schockstarre

Das wurde am Freitag an der Delegiertenversammlung der Hoteliers in Chur klar. Regierungsrat Jon Domenic Parolini kündigte an, Mitte nächster Woche einen runden Tisch einzuberufen, um die aussergewöhnliche Situation zu besprechen.

Scuol Tafel

Bildlegende: Die Bündner Tourismusregionen sind gefordert: Neue Ideen sind gefragt Keystone

Für ihn sei der 15. Januar gewesen wie 9/11. Wyrsch, sagte Ernst Wyrsch, Präsident des Verbandes Hotellerie Graubünden und danach sprach er vom 1/15 (one/fifteen) und dessen «zerstörerischer Kraft» für die Hotelbranche. Aufgeben sei aber keine Option, rief er den Hoteliers zu und meinte weiter:

«  Die Zuversicht dürfen wir uns nicht nehmen lassen »

Ernst Wyrsch
Präsident Verband Hotellerie Graubünden

Zuspruch aber auch Kritik gab es von Ernst A. Brugger, Präsident des Tourismusrats. Dieses Gremium existiert seit einem Jahr und hat in seiner Schatulle 21 Millionen für innovative Projekte. Bisher sei noch kein einziges der eingerichten Projekte spruchreif, sagt Ernst A. Brugger. Er forderte die Anwesenden auf, zusammenzuarbeiten und neue Ideen zu entwickeln.

Runder Tisch

Der Bündner Volkswirtschaftsminister Jon Domenic Parolini (BDP) blendete ebenfalls zurück auf den 15. Januar und sprach von einem Blitzschlag. Der Tourismus sei vor Ort und könne nicht einfach ins Ausland verlegt werden, um billiger zu produzieren.

Parolini kündigte an, nächsten Mittwoch einen runden Tisch mit Akteuren im Tourismus und der kantonalen Verwaltung einzuberufen. Langfristige Massnahmen seien nötig, betonte der Regierungsrat, Massnahmen auf Unternehmerseite und Kooperationen auf überbetrieblicher Ebene.