Die Bündnerin in der Bundeskanzlei hört auf

Bundeskanzlerin Corina Casanova tritt per Ende Jahr zurück. Die 59-jährige Bündnerin tritt im Dezember bei den Gesamterneuerungswahlen, bei der auch der Bundesrat neu gewählt wird, nicht für eine dritte Amtszeit an.

Bundeskanzlerin Corina Casanova

Bildlegende: Corina Casanova steht nach zwei Amtszeiten nicht mehr für eine weitere Legislatur zur Verfügung. Keystone

«Nach acht Jahren an der Spitze der Bundeskanzlei erachtet Bundeskanzlerin Corina Casanova den Zeitpunkt für gekommen, neuen Kräften Platz zu machen», hiess es am Montag bei der Bundeskanzlei auf die Frage nach den Gründen für den Rücktritt.

Bis dahin wolle sich Casanova voll auf ihre Aufgaben konzentrieren. Im Zentrum stünden insbesondere die Nationalratswahlen vom Oktober und die Legislaturplanung 2015-2019.

Die Rechtsanwältin begann ihre Bundeshauskarriere 1992 bei den Parlamentsdiensten. Später wurde sie persönliche Mitarbeiterin von Bundesrat Joseph Deiss und stellvertretende Generalsekretärin im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten.

Nach zwei Jahren als Vizebundeskanzlerin wurde sie im Dezember 2007 vom Parlament als Nachfolgerin von Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz ins Bundeskanzleramt gewählt.