Die Einheimischen und ihr «Parc Naziunal»

Hundert Jahre alt ist die Beziehung zwischen dem Nationalpark und den Einheimischen. Rund um das Jubiläum sprechen alle von einer guten Beziehung und von einer Erfolgsgeschichte. Heute bringt der Park der Region viele Gäste und eine hohe Wertschöpfung.

Blick auf das Schloss Wildenberg. Im Hintergrund Bergen und blauer Himmer.

Bildlegende: Schloss Wildenberg: Das Symbol von Zernez und das Zuhause der Parkverwaltung SRF

550‘000 Logiernächte zählt die Region im Sommer. Viele dieser Gäste besuchen den Nationalpark. Dieser Park sei ein «Lucky Punch» sagt dazu Urs Wohler, Direktor von «Engadin, Scuol, Samnaun, Val Müstair».

Eine Studie der Universität Zürich spricht von einer Wertschöpfung von bis zu 20 Millionen Franken und 300 Arbeitsplätzen welche der Schweizerische Nationalpark der Region bringen soll.

Die Parkverwaltung zum Beispiel ist heute ein wichtiger Arbeitgeber auch für hochqualifizierte Arbeitsplätze. 42 Leute arbeiten in der Verwaltung. Vor zwanzig Jahren waren es nur halb so viele Stellen.

Das Ende der Liebe

Umfragen hätten gezeigt, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung im Vergleich zu anderen Pärken überdurchschnittlich hoch sei, erklärt Parkdirektor Heinrich Haller im «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF.

Auch ein Augenschein des Regionaljournals in Zernez hat gezeigt, die Einheimischen mögen ihren Park. Weil er Geld bringt, aber auch wegen der Natur. Nur wenn es um die Erweiterung des Parkes geht, dreht der Wind. Heinrich Haller sagt: «Sobald es um territoriale Ansprüche geht, hat es mit dieser Liebe für den Park ein Ende.» In dieser Hinsicht sei daher auch keine Entwicklung in Sicht zur Zeit, sagt Heinrich Haller gegenüber Radio SRF.