«Die Molkerei hatte Pferde, der Bäcker hatte Pferde»

Kein Skilift, keine Autos, dafür 30 Hotels und sieben Sanatorien. In der Zwischenkriegszeit in den 1930er-Jahren boomt das Bündner Touristendorf Arosa. Einen Blick auf diese längst vergangenen Zeiten wirft die neue Ausstellung im Heimatmuseum Arosa-Schanfigg. Die Hauptrolle spielen Zeitzeugen.

In zwölf Filmen beleuchten die Ausstellungsmacher den Wandel Arosas und des Schanfiggs von den 1930er- bis in die 1960er-Jahre. 22 Einheimische berichten aus dieser Zeit. Ziel war eine «lebendige Geschichte», sagt Historiker Thomas Gull. Ein Blick in die Vergangenheit mit erzählter Erinnerung, ergänzt durch Fotografien und Filmaufnahmen.

«  Ich höre meinem Nani immer gerne zu, wenn sie von früher erzählt. »

Sandro Zollinger
Filmschaffender

Die älteren Aroser und Schanfigger seien teilweise erstaunt gewesen, dass ihre Geschichten von Interesse seien, ergänzt der Filmschaffende Sandro Zollinger, auch er wie Gull Aroser. Doch er geniesse es, seiner Grossmutter zuzuhören. Dies sei auch einer der Auslöser für das Ausstellungsprojekt gewesen.

Die beiden haben das Ausstellungsprojekt geleitet, das ab dem 28. Juni unter dem Titel «Heufuader und Thé Dansant» im Heimatmuseum Arosa-Schanfigg zu sehen ist.

habs; Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr

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