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Graubünden Die Strasse nach Schuders bleibt weiterhin gesperrt

Die Kantonsstrasse zum Dorfteil Schuders der Bündner Gemeinde Schiers bleibt sicher bis Mittwoch zu. Die Stahlkonstruktion, welche die Strasse stützt, ist stärker beschädigt als bisher angenommen. Die Kantonsstrasse ist die einzige Verbindung ins Tal.

Legende: Video Schuders: Abgeschnitten von der Aussenwelt abspielen. Laufzeit 03:09 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 27.02.2014.

Beim Erdrutsch am Dienstagabend wurde die Kantonsstrasse auf einer Länge von rund 15 Metern von Erdmaterial eingedeckt. Dabei wurden die Strasse und die darunterliegende Stahlkonstruktion beschädigt. Diese wird nun repariert und ersetzt. Die Sanierungsarbeiten gingen am Wochenende weiter.

«Die Stahlkonstruktion ist doch stärker beschädigt als bisher angenommen», sagt Reto Knuchel, Abteilungsleiter beim Tiefbauamt Graubünden, gegenüber der Sendung «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF1.

Auch die Stellen an denen die Konstruktion am Berg fixiert ist, seien beschädigt. Die Bewohner von Schuders brauchen nach wie vor Geduld - sie müssen zu Fuss zu ihren Autos unterhalb des Erdrutsches laufen. Die Strasse gehe frühestens am Mittwochabend auf. Um die Strasse wieder in Stand zu stellen, rechnet Knuchel mit Kosten bis zu 300'000 Franken.

Kritik an der Gemeinde

Im 41-Seelen Dorf regte sich nach dem Erdrutsch auch Kritik am Krisenmanagement der zuständigen Gemeinde Schiers: «Man hat uns allein gelassen, nicht einmal nachgefragt wie es uns geht, hier oben, so abgeschnitten», sagte Walter Tschopp, Wirt des Berggasthofs Post.

Man habe die aussergewöhnliche Lage erst analysieren müssen, entgegnet der Gemeindepräsident Christoph Jaag. «Aber ich habe Verständnis für diese Gefühle.» Andere Schuderser nehmen es gelassener. Reto Joos ist Landwirt und hätte heute Kälber zum Metzger ins Tal bringen müssen, diese bekommen nun noch etwas Galgenfrist. «Damit müssen wir in einem Bergdorf halt leben, dafür haben wir ja unsere Essensvorräte», sagt er.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Th. Keiser, Luzern
    Es wird zwar allgemein auf den Bauern rumgehackt. Aber in einer Notsituation zeigt sich einmal mehr, dass eben Bauern wissen, die Natur ist nicht zu bezwingen. Ein pragmatischer Umgang mit Notsituationen wäre für viele ratsam. Ein herzliches Danke an die Landwirte, die schliesslich ganz selbstverständlich ihren Dienst an einer lebenswerten Umwelt leisten.
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