Die Zukunft einiger Bündner Alpen ist unsicher

Ein effektiver Herdenschutz sei nicht immer möglich, sagt Curdin Foppa von der Fachstelle für Alpwirtschaft in der neusten Ausgabe des «Bündner Bauer». Er macht klar, dass in Zukunft einige Alpbetriebe aufgeben werden. Diese Einschätzung teilt man auch beim WWF.

Hütehund

Bildlegende: Hütehunde können Schafe vor dem Wolf schützen. Keystone

«Seitdem die Grossraubtiere Wolf und Bär unsere Alpen durchstreifen oder sogar als Rudel heimisch geworden sind, ist mit einer neuen, unberechenbaren Gefahr zu rechnen». So schreibt es Curdin Foppa von der Fachstelle für Alpwirtschaft im neusten «Bündner Bauer».

Er macht klar, dass Herdenschutz nicht auf allen Alpen funktioniert. Er lässt auch durchblicken, dass deshalb einige Alpen aufgeben werden. Dies bestätigt auch Anita Mazetta vom WWF. Für sie hat diese Entwicklung aber nicht nur mit dem Wolf und dem Bären zu tun. Die Alpwirtschaft sei einer Umwälzung, einem Strukturwandel ausgesetzt.

Was passiert wenn weniger Alpen bestossen werden?

Über die Auswirkungen sind sich die Fachleute nicht einig. Beim Kanton sorgt man sich um die Kulturlandschaft. Wenn weniger Alpen bestossen würden, müsse man mit einer schnellen Verbuschung und Verwaldung rechnen. Darin nicht nur Nachteile sieht man beim WWF. Anita Mazetta sagt im «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF: «Es gibt nicht nur die Interessen der Landwirtschaft, es gibt auch die Interessen des Wildes und des Waldes».