E-Voting wird in sechs Bündner Pilotgemeinden Realität

Im Kanton Graubünden sollen alle Stimmberechtigten ab 2020 elektronisch via Internet abstimmen und wählen können. 2016 sind erste Pilotversuche mit Inlandschweizer Stimmberechtigten in den Gemeinden Chur, Davos, Donat, Ilanz/Glion, Poschiavo und Safiental geplant.

E-Voting

Bildlegende: Die Bündner Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, Vote électronique allen Bündnern zur Verfügung zu stellen. SRF

Seit vier Jahren können Auslandschweizer in Graubünden ihre Stimme elektronisch via Internet abgeben. Nach dieser positiv verlaufenen Versuchsphase mit Auslandschweizern will die Regierung E-Voting nebst der Urnen- und brieflichen Abstimmung als dritten, vollwertigen Stimmkanal für alle Stimmberechtigten etablieren, heisst es in einer Mitteilung.

In einer ersten Etappe soll das E-Voting ab 2016 in den Pilotgemeinden Chur, Davos, Donat, Ilanz/Glion, Poschiavo und Safiental erprobt werden. Ab 2020 sollen dann alle Stimmberechtigten elektronisch abstimmen und wählen können.

Technische Grundlage für die elektronische Stimmabgabe ist ein E-Voting-System, das von den Kantonen Graubünden, Zürich, Aargau, Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen, Solothurn, Freiburg und Glarus im Rahmen des Consortiums Vote électronique gemeinsam mit einem privaten Partner betrieben wird.