Eigene grüne Energie ist nicht für alle gleich interessant

Zernez will bis 2020 alle Gebäude aus eigener und CO2-freier Energieproduktion versorgen. Das wäre allenfalls auch für andere Gemeinden interessant. Doch im Moment sind noch zu viele Fragen offen.

Solarpanels au Dach

Bildlegende: Auch Sevelen setzt auf erneuerbare Energie. Keystone

Die Engadiner Gemeinde Zernez will bis 2020 alle Gebäude aus eigener und CO2-freier Energieproduktion versorgen. ETH-Wissenschaftler haben die grundsätzliche Machbarkeit bestätigt. Es werde aber länger dauern als bis 2020, lautet das Fazit.

Auch andere Gemeinden in der Ostschweiz machen sich Gedanken über ihre künftige Energieversorgung. In Diessenhofen (TG) strebt man, wie auch in anderen Gemeinden, einen Stromverbrauch von 2000 Watt pro Person an. Das Zernezer Projekt sei ein «absolut gutes Zukunftsmodell», findet der Diessenhofer Stadtschreiber Armin Jungi. Allen Strom selbst zu produzieren, sei in Diessenhofen aber im Moment kein Thema.

Ein Fragezeichen bleibt auch bei der Wirtschaftlichkeit. In der Gemeinde Sevelen (SG) möchte man ebenfalls ökologisch leben. Doch Gemeindepräsident Roland Ledergerber gibt zu bedenken: «Die betriebswirtschaftliche Komponente ist irgendwo schon entscheidend». Das Zernezer Projekt wird unter anderem vom Bund unterstützt.