Privatschulen in Graubünden Ein hartes Pflaster

In Malans eröffnet im nächsten Schuljahr eine private Primarschule. Es wäre aktuell die zweite im Kanton Graubünden. Privatschulen in Graubünden haben es nicht leicht, das zeigt ein Blick in die jüngere Geschichte.

Eine Garderobe in einem Primarschulhaus, mit vielen Turnbeuteln und Schuhen.

Bildlegende: Schülerinnen und Schüler im Primarschulalter sollen künftig in Malans eine Privatschule besuchen können. Keystone

Claudia Rieder will sich mit der eigenen Privatschule in Malans einen Traum erfüllen. Die Lehrerin glaubt an das Potenzial der Schule: «Insbesondere normale Kinder gehen in den Volksschulen häufig etwas unter.» Zudem sei die Herrschaft gut gelegen, das Einzugsgebiet gross.

Der Blick in die jüngere Geschichte zeigt aber auch, dass es Privatschulen im Kanton nicht leicht haben. Im Tamins gingen vor einigen Jahren zwei Schulen zu, in Chur schloss die Rudolf Steiner Schule vor über 15 Jahren. Alle Schulen hatten zuwenige Schüler.

Aktuell ist die Rudolf Steiner Schule in Scuol die einzige Privatschule, in der Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse unterrichtet werden. Die neue Schule in Malans hat den ersten Schritt bereits gemacht und wurde vom Kanton anerkannt. Ins neue Schuljahr möchte man mit mindestens fünf Kindern starten.