Tourismus in Graubünden Eine Erholung mit Grenzen

Nach fünf Jahren tritt Marcel Friberg als Präsident von Graubünden Ferien zurück. Mit dem Tourismus gehe es zwar aufwärts, sagt Friberg in seiner Bilanz. Der Erholung seien wohl aber auch Grenzen gesetzt.

Porträtfoto von Marcel Friberg.

Bildlegende: Marcel Friberg wird Anfang Mai als Präsident von Graubünden Ferien abgelöst. ZVG

SRF News: Der Tourismus im Kanton darbt seit Jahren, auch in Ihrer Zeit als Präsident hat sich die Branche nicht erholt. Wie werden sich diese Zahlen weiterentwickeln?

Marcel Friberg: Man hat Logiernächte verloren, das ist klar. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es jetzt wieder aufwärts geht. Das zeigen die Zahlen des vergangenen Winter. Im Januar und Februar hat der Kanton wieder etwas an Logiernächten gewonnen.

Im Februar fand aber die Ski WM in St. Moritz statt. Ein einmaliges Ereignis, das Übernachtungen gebracht hat. Verfälscht das die Statistik nicht?

Es war nicht nur die Ski WM. Zugelegt haben nämlich auch andere Regionen, etwa die Surselva. Das macht mir Freude, es zeigt auch, dass in den Regionen heute professioneller gearbeitet wird als auch schon.

Seit 2005 hat Graubünden rund eine Million Logiernächte eingebüsst. Ist der Gewinn im Januar und im Februar nicht ein Tropfen auf einen heissen Stein?

Man weiss es noch nicht so genau. Aber die Osterfeiertage waren wohl auch besser als im vergangenen Jahr. Nun ist die Frage, was die Zukunft bringt. Wenn es so weitergeht wie in den letzten Jahren, geht es ums Überleben. Für viele Dienstleister, vielleicht auch für die RhB. Aber ich denke schon, dass es aufwärts gehen wird. Die Zahlen von 2005 wird man aber kaum erreichen.