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Graubünden Einheitsdialekt statt Lokalkolorit

Früher wurden in vielen Dörfern im Churer Rheintal eigene Dialekte gesprochen. Heute sind viele dieser lokalen Dialekte in Vergessenheit geraten. Statt Vielfalt herrscht heute eine Art Einheitsdialekt. Zu diesem Schluss kommt der Sprachwissenschaftler Oscar Eckhardt in einem Forschungsprojekt.

«Es geht in Richtung eines überregionalen Dialekts», bilanziert der Sprachwissenschaftler Oscar Eckhardt. Er hat in den letzten Jahren 150 Jugendliche aus dem Churer Rheintal nach ihrem Sprachgebrauch gefragt.

Ein neuer Churer Dialekt

Das Resultat ist eindeutig. Die lokalen Dialekte, die noch vor 60 Jahren in den Dörfern gesprochen wurden, sind verschwunden. Die Dialekte haben sich einander angeglichen. Eckhardt spricht von einem eigentlichen «Churer Rheintalerisch».

Die Einflüsse auf die Dialekte sind vielfältig. «Es ist nicht so, dass sich alle lokalen Dialekte nur dem Churerdeutsch angeglichen haben», sagt Oscar Eckhardt in der Sendung «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF 1. Es habe sich ein eigener überregionaler Dialekt gebildet. Das Forschungsprojekt zu den Dialekten im Churer Rheintal wird vom Schweizerischen Nationalfonds finanziert.

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