Ende des Bündner Baubooms

Zum ersten Mal seit Jahren ist die Nachfrage nach neuen Wohnungen und Häusern in Graubünden zurückgegangen. Zahlen des Bündner Baumeisterverbandes zeigen, dass das Bauvolumen und die Zahl der Beschäftigten im letzten Jahr gesunken ist.

Neubauten im Bündnerland

Bildlegende: Die Bautätigkeit in Graubünden ist rückläufig. Keystone

Die Bündner Baubranche wurde im Jahr 2012 ausgebremst. Das realisierte Bauvolumen erreichte die Grenze von einer Milliarde Franken nicht mehr und sank um 10,5 Prozent auf 903 Millionen Franken.

Die rückläufige Konjunktur spiegelte sich auf dem Arbeitsmarkt. Im Bauhauptgewerbe waren letztes Jahr 5036 Personen beschäftigt, das sind 11,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Stellenabbau traf sowohl Schweizer wie auch ausländische Bauarbeiter. Letztere machen rund zwei Drittel der Beschäftigten aus.

Auch die Auftragseingänge gingen 2012 zurück. Sie sanken um 6,1 Prozent auf 940 Millionen Franken. Verantwortlich für den Rückgang ist ein Einbruch im Wohnungsbau um 20,8 Prozent.

Die Zweitwohnungsinitiative habe zu einer grossen Verunsicherung geführt, welche die Entwicklung vieler Bauvorhaben verzögert oder gar verhindert habe, so der Baumeisterverband.