Regierungsratswahl GR Erste Strategiespiele zu den Wahlen 2018

Die Wahlen in die Bündner Regierung dürften spannend werden. Zwei Sitze werden frei. Die SP will bereits in wenigen Tagen über ihre Strategie informieren, bei der SVP lässt man sich Zeit. Die CVP muss derweil auf ihr Zugpferd verzichten.

Regierung Graubünden

Bildlegende: Wer leitet in Zukunft die Geschicke von Graubünden? Die Parteien lassen sich noch nicht gerne in die Karten blicken. Keystone

Zwei Sitze in der Bündner Regierung werden frei. Einer von der SP, der andere von der BDP. Parteiintern seien bei ihnen noch fünf Kandidatinnen und Kandidaten im Rennen, sagt der Wahlkampfleiter der SP, Lukas Horrer.

Nun gehe es darum zu entscheiden, welche Kandidaten die grössten Chancen hätten, den Sitz des scheidenden Regierungsrats Martin Jäger zu verteidigen, sagt Horrer. Die Öffentlichkeit werde in rund zwei Wochen informiert.

Gemächlicher lässt es die SVP angehen. Oberstes Ziel der Partei sei es, wieder in die Regierung zu kommen, sagt Parteipräsident Heinz Brand. Über mögliche Kandidaten werde man aber erst Anfang 2018 informieren. Für ihn selbst sei das Amt zur Zeit kein Thema.

Die CVP muss sich derweil nach einem neuen Hoffnungsträger umsehen, der für die Partei einen zweiten Sitz erobern könnte. Nationalrat Martin Candinas hatte gestern im «Regionaljournal Graubünden» erklärt, dass er nicht als Regierungskandidat zur Verfügung stehe.

Offen ist, mit wem die BDP ihren zweiten Sitz verteidigen will. Regierungsrätin Barbara Janom tritt wegen der Amtszeitbeschränkung nicht mehr an. Recht gelassen dürfte die FDP den Wahlen entgegenblicken. Ihr Regierungsrat Christian Rathgeb sitzt fest im Sattel.