Erster Fotonachweis von Jungluchsen im Kanton Graubünden

Vor 15 Jahren wurden im Kanton Graubünden wieder Luchse angesiedelt. Nun konnten erstmals zwei Jungluchse nachgewiesen werden: sie tappten in eine Fotofalle.

Zwei Jungluchse an einem Rehkadaver

Bildlegende: Zwei Jungluchse streiten sich um einen Rehkadaver. zvg

Der Dienstag, 15. Oktober, war ein besonderer Tag für das Amt für Jagd und Fischerei. Als die Wildbiologen eine Fotofalle auswerteten, zeigte sich ihnen ein ganz besonderes Bild: Zum ersten Mal ist es nämlich gelungen, junge Luchse nachzuweisen. Auf dem Bild zu sehen ist eine Luchsin und zwei Jungtiere an einem Rehkadaver in der Surselva.

Luchsin

Bildlegende: Dienstag, 15. Oktober, 8.09 Uhr: Eine ausgewachsene Luchs-Kätzin wird von einer Fotofalle geblitzt. zvg

Der Luchsbestand im Kanton Graubünden wird auf einige wenige Exemplare geschätzt. Bereits vor 15 Jahren erfolgte die erneute Wiederbesiedlung im Kanton Graubünden nach der Ausrottung um 1850. Seither konnten alljährlich einige Hinweise registriert werden. Eine rasche Entwicklung oder grosse Verbreitung der Luchse im Kanton blieb aber aus. Beobachtungen der sehr scheuen Luchse blieben selten.