Es fehlt in Graubünden an familienfreundlichen Unternehmen

Kinderbetreuung, Lohngleichheit, Aufstiegschancen für Frauen: Davon können auch Unternehmen profitieren. Ein kantonales Projekt versucht deshalb die Familienfreundlichkeit von Firmen zu fördern. Erste Erfahrungen haben neun Churer Firmen gesammelt.

Familie am Küchentisch

Bildlegende: Churer Unternehmen wollen familienfreundlicher werden. Ein Projekt zeigt: Es besteht Handlungsbedarf. Keystone

Neun Betriebe aus Chur haben sich vergangenes Jahr punkto Familienfreundlichkeit von einer externen Stelle durchleuchten lassen. Sie beteiligen sich am Projekt «KMU in Aktion: Familienfreundlichkeit als Erfolgsfaktor» der kantonalen Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann.

Dabei handle es sich um Unternehmen, die auf die Problematik bereits sensibilisiert seien, sagt Projektleiterin Susanna Mazzetta. Sonst jedoch lautet ihre Einschätzung:

« Graubünden gehört nicht zu den fortschrittlicheren Kantonen. »

Graubünden habe Nachholbedarf punkto familienfreundlichen Betrieben, deshalb habe man dieses Projekt auch initiiert. Ziel des Projektes sei es, ein Bewusstsein für die positiven wirtschaftlichen Aspekte von familienfreundlichen Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Lohnpolitik und Kaderfrauen

Nach der Analyse des Ist-Zustandes im vergangenen Jahr wurden für die Unternehmen – darunter ein Hotel, eine Softwarefirma oder ein Baumaterialienhändler –  Massnahmenpläne erarbeitet. Nun treffen sich die Unternehmen an einem runden Tisch.

Themen letzte Woche waren Lohnpolitik und Kaderfrauen. Die Firmen würden vor allem den Austausch untereinander schätzen, schreibt die Stabsstelle für Chancengleichheit.