Euro-Schock: Gestolpert, aufgestanden, Krönchen gerichtet

Hotels, Restaurants, Geschäfte: Im Tourismusort Davos sind alle vom starken Franken betroffen. Wie hat sich die Branche auf die neue Situation eingestellt? Ein Rundgang in Davos zeigt, einige sind innovativ, andere harren der Dinge. Und, alle haben Angst vor dem Sommer.

«Wir alle sind betroffen». So der Tenor, wenn man mit Einheimischen in Davos über die Währungssituation spricht. Von den Taxifahrern bis in die Gastronomie. Die verschiedenen Branchen gehen auf ihre eigene Art mit der Situation um; Sportgeschäfte etwa mit Rabatten oder Spezialaktionen.

Kopfzerbrechen bei den Hoteliers

Speziell schwierig ist die Situation aber für die Hoteliers. Sie suchen nach Lösungen, um weiter existieren zu können. Der Währungs-Schock sei nun der Höhepunkt in einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten für die Hotellerie, sagt Toni Morosani, Hoteldirektor und Präsident des lokalen Hoteliervereins. «Wir müssen uns sehr wahrscheinlich neu erfinden», so Toni Morosani im Bericht des «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF. Lösungsvorschläge werden zur Zeit diskutiert. Wichtig laut Morosani: Noch attraktiver werden, noch besseres Marketing machen.

«  Man muss sich noch stärker spezialisieren. Wir setzen auf Hundebesitzer. »

Heinz Kessler
Hotelier

Ein möglicher Lösungsansatz ist, sich klarer zu spezialisieren. So macht es etwa das Hotel Kulm in Davos Wolfgang: «Wir sind etwas ausserhalb und gerade für Hundebesitzer attraktiv», sagt Direktor Heinz Kessler. Deshalb setze man stärker auf diese Klientel.

Mittlerweile hat man sich in Davos mehr oder weniger mit der Situation abgefunden. Das grosse Fragezeichen ist jedoch die Sommersaison. Lohnt es sich, das Hotel zu öffnen? Manuela Jung von den Cresta-Hotels zweifelt: «Eventuell machen wir unsere Türen im nächsten Sommer zu».