FKK am Rhein: Zizers will Nackte vertreiben

Bei einem unscheinbaren Autobahnparkplatz bei Landquart treffen sich seit Jahren Nacktbadende. Zudem treffen sich dort auch Männer, um Sex zu haben. Die zuständige Gemeinde will diesem Treiben nicht mehr länger zusehen.

Hinweistafel Nacktbader

Bildlegende: Die Gemeinde Zizers greift ein: Sie verbietet Nacktbaden am Rhein. Stadt Zürich

In Internetforen von FKK-Anhängern wird der Autobahnparkplatz Apfelwuhr als Geheimtipp angepriesen. Der Ort sei mitten in der Bergwelt schön gelegen. Doch der Platz am Rhein wird nicht nur von Nacktbadenden frequentiert, es komme auch immer wieder zu sexuellen Kontakten, sagt der Gemeindepräsident von Zizers gegenüber Radio SRF. «Wir haben Meldungen erhalten, wonach das Treiben als störend empfunden werde. Nun sind wir eingeschritten.»

«Verbote sind schwierig»

Die Gemeinde will nun das Nacktbaden am Rhein verbieten. Entsprechende Verbotstafeln sollen die Leute davon abhalten. Die Frage sei, sagt Lang, wieviel eine solche Tafel effektiv bringen würde. Man hofft auf die abschreckende Wirkung auf Nudisten und Männer, die sich zum Sex treffen.

Die Situation vor Ort kennt Christian Conrad von der Aidshilfe Graubünden. Die Organisation ist immer wieder auf dem Rastplatz und betreibt Prävention. Conrad zweifelt daran, dass ein solches Verbot wirkungsvoll ist: «Verbote sind immer schwierig und können zusätzliche Reize bieten. Die Leute werden sich wohl auch in Zukunft dort treffen.»