Fliegen trotz schlechtem Wetter

Jährlich können rund 600 Personen in der Schweiz nicht aus der Luft versorgt werden, weil das Wetter schlecht ist. Die Piloten sollen dank den Instrumenten aber auch bei schlechten Sichtverhältnissen retten können. Die Rega testet die Route aus dem Engadin nach Chur.

Ein Rega Helikopter in der Luft

Bildlegende: Die Rega fliegt probehalber zwischen dem Engadin und Chur nur nach Instrumenten. Rega

Bei schlechtem Wetter - etwa tiefer Wolkendecke und fehlender Sicht - können die Rega-Helis manchmal nicht fliegen. Betroffen davon sind gegen 600 Patientinnen und Patienten im Jahr, wie die Rettungsflugwacht am Donnerstag mitteilte.

Das will die Rega ändern. Sie richtet gemeinsam mit der Schweizer Luftwaffe und der Flugsicherung Skyguide ein Netzwerk von Instrumentenflugrouten ein. Es basiert auf Satellitennavigation. Als erste Route in Graubünden wird die über den 2284 Meter über Meer liegenden Julierpass getestet.

Zu diesem Zweck fliegt ein Rega-Helikopter von Montag bis Freitag 30 bis 40 Mal von Samedan nach Chur. Die Route führt über topografisch anspruchsvolles Gelände vom Engadin Airport, dem höchstgelegenen Flughafen Europas, über den Julierpass, via Savognin durch das Tal Surses weiter nach Thusis und schliesslich zum Kantonsspital Graubünden in Chur.

An Bord befinden sich verschiedene Messgeräte, welche die exakten Positionsdaten während des Fluges aufzeichnen. So wird überprüft, ob die Route mit der geforderten Präzision unter Instrumentenflugbedingungen (IFR) geflogen werden konnte.