Flüchtlingskinder schneller in Volksschule integrieren

Die Bündner Regierung will Kinder von Asylsuchenden besser und schneller in die Volksschule integrieren. Bei Bildungspolitikerin Sandra Locher-Benguerel kommen die neuen Vorschläge grundsätzlich gut an.

Kinder beim Unterricht in der Schule im Durchgangszentrum Schluein.

Bildlegende: Kinder beim Unterricht in der Schule im Durchgangszentrum Schluein. Keystone

Die Kinder in Asylunterkünften in Graubünden haben weniger Schulunterricht als die Kinder in der Volksschule und: Wenn Kinder von Flüchtlingen im Transitzentrum Löwenberg nicht die Schulbank drücken werden sie kaum betreut. Dies zeigten Recherchen des «Regionaljournals Graubünden» von Radio SRF.

Die Regierung hat nun das Konzept zum Betrieb von Schulen in Kollektivunterkünften verabschiedet. Schulpflichtige Kinder, die in Kollektivunterkünften untergebracht sind, werden auch künftig in der Asylschule unterrichtet. Aber sie haben in Zukunft mehr Lektionen.

Mehr Lektionen

Migrationschef Marcel Sutter sagt gegenüber der Sendung «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF: «Wir haben die Lektionen so festgelegt, dass es für die Kinder stimmt. Zum Teil haben sie weniger zum Teil aber auch mehr Lektionen». Und weiter sagt er, weil die Flüchtlingskinder ganz unterschiedlicheVoraussetzungen mitbrächten hätten, brauche es für sie auch individuelle zum Schulstoff.

Bildungspolitikerin Sandra Locher-Benguerel begrüsst das neue Papier. Entscheidend sei die Umsetzung, aber: «Aus meiner Sicht hat eine inhaltlich fundierte Auseinandersetzung stattgefunden, über die Beschulung der Kinder in Asylzentren, dies werte ich auf den ersten Blick positiv»