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Folgen des Bündner Baukartells SVP könnte BDP bei der Wahl beerben

Legende: Audio Die BDP nach dem Rückzug von Andreas Felix abspielen.
1:05 min, aus HeuteMorgen vom 28.04.2018.
  • BDP-Chef Landolt: Rückzugserklärung von Felix ist «die beste aller Lösungen».
  • Ein Ersatz für BDP-Regierungsratskandidat Andreas Felix ist aus zeitlichen und personellen Gründen nicht zu finden.
  • Auch vor diesem Hintergrund könnte die SVP, politischer Erzfeind der BDP, bei der Wahl im Juni der Profiteur sein.

Andreas Felix, der Geschäftsführer des Bündernischen Baumeisterverbands, hat auch bei seiner Rückzugserklärung nochmals beteuert, dass er nichts von den illegalen Preisabsprachen gewusst habe, in die der Baumeisterverband verwickelt sein soll.

Aber die Diskussion um seine Person und die damit verbundene negative Abfärbung auf die Partei hätten ihn zu diesem Schritt gezwungen.

Der Präsident der BDP Schweiz, Martin Landolt, kommentiert den Entscheid von Felix so: «Ich bin zuversichtlich, dass dies die beste aller Lösungen ist und dass jetzt, so glaube ich, die Chancen ohne den Schatten dieser ganzen Geschichte grösser sind, den Wahlkampf noch zu bestreiten.»

Mindestens einen Sitz halten

Einen Ersatz für Felix kann die BDP auf personellen wie auch aus zeitlichen Gründen nicht stellen. Die BDP wird deshalb mit ihrem bisherigen Regierungsrat Jon Domenic Parolini versuchen, mindestens diesen einen Sitz zu halten.

Den zweiten BDP-Sitz in der fünfköpfigen Regierung könnte jetzt ausgerechnet der politische Erzfeind der BDP, nämlich die SVP, erobern. Ihrem Kandidaten Walter Schlegel, dem Chef der Bündner Kantonspolizei, werden über Parteigrenzen hinaus, gute Wahlchancen zugesprochen.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Aufdermauer (Peter Aufdermauer)
    Langsam wird es Zeit für die BDP sich die Fusionierung mit der CVP anzufreunden. Herr Landolt hat National nichts mehr zu melden und der Skandal In Graubünden bringt auch keine neuen Wähler. Die Partei ist dem Abgrund Nahe.
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  • Kommentar von Elisabeth Hasler (hasler)
    So wird es kommen. Mit anderen Worten: Wie erhofft und in die Wege geleitet. Na ja. Der politische Rucksack fehlt gänzlich - bei einer Partei, die sonst bei jeder Gelegenheit gegen Behörden und Verwaltung wettert. Die Bündner Regierung wird markant nach rechts rücken und die Linke kann sich die Augen reiben ob der Konsequenzen, die sie selbst herbeiführen half. Bingo! Hoch lebe die Republik.
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  • Kommentar von Michael Räumelt (Monte Verita)
    "Das grösste Pech auf Erden, als Schnapper noch geschnappt zu werden."
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