Für viele kommt die neue Olympiadiskussion zum falschen Zeitpunkt

Am Wochenende ist bekannt geworden, dass es im Kanton Graubünden wieder Ideen für eine Olympiakandidatur gibt. Die erneute Diskussion, zwei Wochen nach der Olympia-Abstimmung, kommt bei den Parteien nicht gut an. Einzig die SVP will Olympia möglichst schnell wieder aufs Tapet bringen.

Pins der Olympia-Befürworter in einer Schachtel

Bildlegende: Ginge es nach dem Aroser Tourismus-Direktor, würden die Werbe-Pins für Olympia wieder hervorgeholt werden. Keystone

Am Wochenende hatte der Aroser Tourismusdirektor Pascal Jenny im «SonntagsBlick» seine Olympiaidee lanciert. Jenny peilt eine Kandidatur für das Jahr  2030 an. Ein neues Konzept, das alle Regionen einbinde, hätte Chancen, glaubt der Tourismusdirektor.

Bei der SP kommt die neuste Olympiadiskussion gar nicht gut an. «Olympia zwei Wochen nach der Abstimmung  wieder zu bringen, ist eine Entwürdigung der Demokratie», sagt Parteipräsident Jon Pult.

Ganz anders sieht dies Heinz Brand. Für den Präsidenten der Bündner SVP ist 2030 zu weit weg: «Man müsste das abgelehnte Konzept korrigieren und dann am Fahrplan 2022 festhalten.»

Für BDP-Präsident Jon Domenic Parolini  führen die neuen Olympiadiskussionen nicht weiter. Er fordert einen Marschhalt und neue Ideen für den Bündner Tourismus. Parolini schlägt einen Tourismusgipfel vor, bei dem alle Akteure eingebunden würden. Ein «Tourismus-WEF» soll den Weg für den Bündner Tourismus vorzeichnen.