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Graubünden Gemeinde Laax kämpft mit 1,2 Millionen gegen Asylzentrum

Die Laaxer wollen Touristen und keine Asylbewerber. Dafür greift der Tourismusort tief in die Gemeindekasse: Mit 1,2 Millionen Franken für den Kauf des ehemaligen Hotels Rustico soll ein Asylzentrum verhindert werden.

Legende: Video Millionensumme gegen Asylbewerber abspielen. Laufzeit 4:19 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 17.05.2013.

Der Entscheid war deutlich: Fast einstimmig entschied am Donnerstagabend die gut besuchte Gemeindeversammlung von Laax, 1,2 Millionen Franken für das ehemalige Hotel Rustico zu sprechen. Eine Gruppe von Investoren rund um Bergbahnchef Reto Gurtner will das Gebäude für 3,3 Millionen Franken kaufen und als Hotel weiter betreiben.

Ziel sind warme Betten

Mit dem Kauf des Hotels will die Gemeinde das vom Kanton geplante Asylzentrum verhindern. Ende Dezember hatte die Bündner Regierung mitgeteilt, ab Sommer 2013 sollten bis zu 100 Asylbewerber in Laax untergebracht werden.

Für die Investoren wie auch den Gemeindepräsidenten Toni Camathias wäre es jedoch fatal, wenn auf diesem Wege warme Betten verloren gingen. Jedes Hotel sei wichtig für die Laaxer Wirtschaft, erklärte der Präsident seiner Gemeinde.

Noch Fragen offen

Nun muss die Bündner Regierung entscheiden, wie sie auf die neue Ausgangslage reagiert.Der Bünder Regierungsrat Christian Rathgeb liess am Freitag keine Zweifel offen, dass der Kanton an den Plänen für ein neues Transitzentrum festhält.«Wir haben einen Mietvertrag,den wollen wir wahrnehmen, sagte der Justizdirektor der Nachrichtenagentur SDA. 

«Ein unfreundlicher Akt»

Nicht ausgeschlossen ist, dass der Kanton das Gebäude kauft. «Wir prüfen das. Mehr kann ich dazu im Moment nicht sagen», erklärte Rathgeb. Er ergänzte, dass das Hotel drei Jahre vergeblich zum Verkauf angeboten worden sei.Genau das bestreitet die Gemeinde, man habe von den Verkaufsabsichten keine Kenntnis gehabt.

Den Weg, den die Gemeindebehörden von Laax eingeschlagen haben, um das Transitzentrum für rund 100 Personen zu verhindern, bezeichnete Rathgeb als «unfreundlichen Akt gegenüber den anderen Gemeinden, welche jetzt die Asylsuchenden übernehmen sollten». Rathgeb:«Hier wird mit massiven finanziellen Mitteln versucht, den Kanton bei der Erfüllung einer Aufgabe zu behindern. Das sei «unverantwortlich».

 

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Th.Wanner,wieso informieren Sie sich nicht selber über Asylzentren, die es übrigens nicht nur in Holland gibt! Diverse Videos, bspw. mit S.Sommaruga auf Besuch in Ter Apel: od. Berichte wie zB.Beobachter 13/12: "Ter Apel liegt mitten im Nirgendwo. Von Amsterdam ist es dreieinhalb Stunden Zugreise sowie eine zwanzigminütige Taxifahrt entfernt. Wegweiser zum grössten Asylzentrum Hollands gibt es nicht... "usf Es ist immer besser, sich schlau zu machen, bevor man sich über andere erheitert.
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Ich finde das die Gemeinde Laax richtig gehandelt hatte, und sich vom Bund das nicht gefallen lassen sollte. Nicht mal die Ausschafungs Initiative wurde umgesetzt, welche schon ein Teil der Asylunterkuenfte Plaetze wieder zur verfuegung gestellt haette, da die Richter ja primaer bedingte Bussen anstelle Gefaenglis entscheidet, zahlen diese nicht mal etwas, gut koennen ja auch nicht, und muessen nicht ins Gefaenglis, ja, so sieht die Realitaet aus. Die Gemeinde Laax schutzt ihre Buerger. Bravo!
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  • Kommentar von Ali Berber, Krakow
    Es gibt Schweizer in der Schweiz die davon sprechen, sich nicht mehr wohl und sicher fühlen zu können wegen Asylbewerber. Dass Probleme vorprogrammiert seien. Seit 26 Jahren wohne ich in der Schweiz. Warum sehe ich diese schreckliche Lebenssituation für Schweizer nicht. Hier gibt's so viele Negativsten. Habt ihr zu viel Wohlstand, dass ihr immer so viele Probleme sieht.
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