Geothermie im Churer Rheintal wird geprüft

Die Nutzung der Tiefengeothermie wäre in Graubünden möglich. Mehrere Projekte im Kanton und in Zusammenarbeit mit den Kanton St.Gallen sind am Laufen. Und gemeinsam mit dem Bund will Graubünden ein Bewilligungsverfahren zur Nutzung des Untergrunds ausarbeiten.

Geothermie-Turm

Bildlegende: Graubünden und St. Gallen wollen in der Geothermie zusammenarbeiten. Keystone

In Davos wurde letztes Jahr eine Erkundungsbohrung in 400 Metern Tiefe abgeschlossen. Im Schlussbericht heisst es, eine direkte Förderung der Erdwärme wäre möglich. Mit Wärme versorgt werden könnten das Kongresszentrum und das Hallenbad der Gemeinde.

Wie die Bündner Regierung in der am Montag publizierten Antwort auf einen Vorstoss im Grossen Rat schreibt, ist in Pontresina eine private Bohrung in 1600 Metern Tiefe geplant. Vorgesehen ist überdies, das Potenzial der hydrothermalen Tiefengeothermie im Churer Rheintal zwischen Bonaduz, Chur und Maienfeld sowie im vorderen Prättigau abzuschätzen.

Der Kanton St. Gallen will eine vergleichbare Potenzialabklärung im Raum Sargans bis Walenstadt durchführen. Eine kantonsübergreifende Zusammenarbeit wurde als sinnvoll erachtet, weshalb Graubünden und St. Gallen die Erstellung einer gemeinsamen Potenzialabklärung beschlossen.