Geringere Strafe für Blocher-Buchhalter

Der ehemalige Chefbuchhalter von Christoph Blocher bei der Ems-Chemie kommt mit einer geringeren Strafe davon. Er hatte das Unternehmen betrogen. Das Kantonsgericht Graubünden reduzierte jetzt aber die Gefängnisstrafe von acht auf fünf Jahre.

Die Ems-Chemie in Domat/Ems.

Bildlegende: Der Ex-Buchhalter hatte die Ems-Chemie betrogen. Keystone

Der frühere und mittlerweile 78-jährige Chefbuchalter von Ems-Patron Christoph Blocher war 2010 vom Bezirksgericht in Domat/Ems zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Mann wurde des Betrugs, der Urkundenfälschung, des Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage und der Geldwäscherei schuldig gesprochen.

Prozessiert wurde in den letzten Jahren vor allem wegen der Höhe der Strafe. In der Sache hatten es die Gerichte als erwiesen betrachtet, dass der Angeklagte und ein Komplize die Ems-Chemie zwischen 1996 und 2004 um 13 Millionen Franken betrogen hatten. Das neuerliche Urteil wurde nötig, nachdem das Bundesgericht den Fall zur Reduktion des Strafmasses an das Kantonsgericht in Chur zurückgewiesen hatte.