«Gibt es denn Gründe gegen Olympische Spiele?»

Somedia-Verleger Hanspeter Lebrument macht sich öffentlich für Olympische Spiele in Graubünden stark. Im Interview mit dem «Regionaljournal Graubünden» nimmt er Stellung zur Frage, wie frei seine Redaktionen in der Olympia-Berichterstattung noch sind.

Porträt Lebrument

Bildlegende: Verleger Lebrument rührt kräftig die Olympia-Werbetrommel. Das habe keinen Einfluss auf die Arbeit seiner Redaktionen. Keystone

Am Donnerstag hat Hanspeter Lebrument eingeladen. Dieser Einladung sind Vertreter von sechs möglichen Gemeinden, in denen 2026 Olympia-Disziplinen ausgetragen werden könnten, gefolgt. Im Medienhaus der Somedia haben sie dargelegt, weshalb sie hinter dem Projekt stehen.

Ebenfalls teilgenommen hat Regierungsrat Jon Domenic Parolini. Der Anlass war als Medien-Information gedacht. Allerdings: Nur die Redaktionen der Somedia wussten von der Veranstaltung.

Das bedeute aber nicht, dass er seinen Redaktionen eine Berichterstattung aufgezwungen habe, betont Lebrument im Interview: «Vielmehr war es der Wunsch der Redaktionen, alle Gemeindevertreter an einen Tisch zu bringen.»

«Ich schreibe niemandem etwas vor»

Radio, Fernsehen und die beiden Tageszeitungen der Somedia seien trotz der klaren Haltung des Verlegers in der Berichterstattung frei: «Ich sage doch niemandem, was er zu schreiben oder zu berichten hat.» Das Medienhaus sei schliesslich ein freies Unternehmen.

Auf die Frage, weshalb in den beiden Zeitungen dennoch auffallend viele Pro-Olympia-Kommentare erscheinen, fragt der Verleger rhetorisch zurück: «Gibt es denn Gründe gegen Olympische Spiele?»