Giftmüll in der Güselhütte

Samedan hebt nach massiver Verschmutzung zwei Müllhäuschen auf. Auswärtige hatten jeweils ihren Sperrmüll illegal darin entsorgt. Das Abfall-Problem kennt man auch in Nordbünden.

Abfall in einer Hütte

Bildlegende: In der Abfallhütte werden Kanister, alte Autobatterien oder loser Abfall illegal entsorgt. zvg

Lange Zeit versuchte die Gemeinde Samedan, ihre Abfallsammelstellen ordentlich zu halten. Ohne Erfolg. Alte Pneus und Möbel, Autobatterien, oder sogar gefährlicher Giftmüll warfen die Leute auf einen Haufen, wie die Gemeinde mitteilte. Schuld seien insbesondere Auswärtige und Pendler gewesen, die ihre Abfallgebühren einsparen wollten.

Die beiden Abfallhäuschen in Samedan werden deshalb aufgehoben. Eines davon wird abgerissen. Bereits per 1. Dezember ist Schluss. Als Ersatz gibt es eine neue Sammelstelle direkt beim Werkhof.

Chur büsst sofort

Auch andere Bündner Regionen kennen das Problem der illegalen Abfallentsorgung. In den grösseren Orten wie Davos und Chur sind es hauptsächlich falsche Müllsäcke, mit denen die Bürger versuchen, die Sackgebühr einzusparen.

Diese werden von den Behörden aufgerissen und nach Hinweisen auf die Verursacher durchsucht.

Während die Davoserinnen und Davoser meist mit einer Ermahnung davon kommen, wird in Chur sofort eine Busse von 90 Franken ausgesprochen.

Pro Jahr sind es in Chur rund 100 Bussen, die Aufklärungsrate ist etwa bei 50 Prozent, wie die Stadt Chur auf Nachfrage des «Regionaljournals Graubünden» von Radio SRF bestätigte.