Goldenes Ei: Wenig Hoffnung bei Davoser Lieferanten

Offene Rechnungen für Lebensmittel, Baumaterialien, Gebühren. Zwei Wochen nach dem Konkurs der Pächterin des Davoser Intercontinentals zeigen sich langsam die Umrisse des Schuldenbergs. Nur ein Teil davon dürfte abgetragen werden. Laut dem Konkursamt gibt es 400'000 Franken zu verteilen.

Für 18'000 Franken hat die Molkerei Davos Milch, Käse und Yoghurt an das Luxushotel Intercontinental geliefert, aber dafür kein Geld erhalten. Das sei ein schwerer Schlag, sagt Geschäftsführer Martin Flüeler. Der Betrieb sei aber nicht gefährdet.

Auch Mark Adank von der Adank Gastro AG sitzt auf offenen Rechnungen. Wieviel, will er nicht sagen, der Gewinn sinke jedoch beträchtlich. Auch Nationalrat Josias Gasser mit seiner Baumaterialienfirma wartet auf über 100'000 Franken. Letzte Woche meldete die Südostschweiz weiter, dass die konkursite Pächterin Stilli Park AG der Gemeinde Davos über eine Viertelmillion Franken für die Baubewilligung schuldet.

400'000.- für alle Gläubiger

Wie gross der Schuldenberg ist, dürfte sich bis in einem Monat klären. Diese Woche publiziere man den Schuldenruf im Amtsblatt, 30 Tage lang können sich dann Gläubiger melden, sagte auf Anfrage Philipp Annen vom Konkursamt.

Die Stilli Park AG habe noch ein Vermögen von rund 400'000 Franken, sagte Annen weiter. Zuerst werden damit die Forderungen der Arbeitnehmer gedeckt. Wieviel und ob noch etwas übrig bleibt, ist noch offen. Vor zwei Wochen sprach Martin Buchli, Verwaltungsratspräsident der nun konkursiten Stilli Park AG, von einem Schuldenberg von drei Millionen Franken.

Ob da für die Gläubiger dritter Klasse, wozu die Davoser Lieferanten gehören, noch viel übrig bleibt, ist offen. Manche hoffen nun auf Unterstützung der Grossbank Credit Suisse, ihr gehört das Hotel. Die Bank wollte gegenüber Radio SRF keine Stellung nehmen, ob sie offene Forderungen übernimmt.