Goldgräber kommen in der Surselva an die Kasse

Immer mehr Goldwäscher benützten statt der erlaubten Schaufeln und Pfannen auch schweres Gerät. Die Gemeinden wehren sich seit diesem Jahr mit Sicherheitspersonal und Gebühren. Offenbar mit Erfolg.

Eine Schüssel zum Goldwaschen

Bildlegende: Im Rhein versuchen immer mehr Goldwäscher ihr Glück und das mit umstrittenen Mitteln. Graubünden Tourismus

In Sumvitg, Disentis oder Medel kann man kleine Goldvorkommen in den Gewässern finden. Das hat sich herumgesprochen. Die Zahl der Goldwäscher in der Surselva ist in den letzten Jahren gestiegen. Und nicht jeder hält sich an die Regeln: Durch unerlaubte Hilfsmittel wie Seilwinden oder Hebeeisen hatten die Gemeinden vermehrt Landschäden zu beklagen.

In der Region wurden deshalb Massnahmen ergriffen. Disentis hat Schutzzonen erlassen und lässt sporadisch Sicherheitsleute rund um die Goldwäsch-Hotspots patroullieren. Wird jemand beim Einsatz von unerlaubten Mitteln erwischt, droht eine Strafe.

Medel zieht Gebühren ein

«Wir wollen dem Problem Herr werden», sagt Peter Binz, der Gemeindepräsident von Medel. Wer in seiner Gemeinde Gold suchen möchte, muss ab diesem Jahr gar eine Gebühr bezahlen.

Offenbar sind die Massnahmen erfolgreich. Die Saison der Goldwäscher hat am 1. Mai begonnen. Seither sind weder in Disentis, noch in Sumvitg Verstösse entdeckt worden.