Graubünden sagt Nein zur Proporz-Initiative

56 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger lehnen einen Systemwechsel bei den Wahlen ab und sagen Nein zur Proporz-Initiative.

47,34 Prozent Ja-Stimmen stehen 52,66 Prozent Nein-Stimmen gegenüber.  Das Bündnis von SP und SVP ist mit seinem Anliegen, einen Systemwechsel bei den Parlamentswahlen herbeizuführen, gescheitert.

FDP-Grossrätin Brigitta Hitz vom Nein Komitee zeigt sich erfreut, dass die Bündnerinnen und Bündner das bewährte Wahlsystem beibehalten wollen. SP-Grossrat Peter Peyer vom Pro Komitee zeigt sich enttäuscht. Man sei in der Olympia-Debatte etwas untergegangen, ausserdem sei die Materie recht abstrakt, sucht Peyer nach Gründen für ein Nein.

Es ist bereits der siebte Versuch, in Graubünden den Proporz einzuführen. Das Vorhaben scheiterte aber immer an der Urne.

Graubünden ist neben Appenzell Innerrhoden der letzte Kanton der Schweiz der sein Parlament noch im Majorz wählt.