Graubünden-Südtirol: Eine Region will sich verbinden

Eine Bahnlinie vom Engadin ins Südtirol. Zukunftsmusik. Ein Projekt, wovon die Region schon lange träumt. Das Projekt ist bisher an der Finanzierung gescheitert. Das Kernstück ist ein 20 Kilometer langer Tunnel. Nun will die Südtiroler Regierung einen weiteren Anlauf wagen.

Bahnhof Scuol-Tarasp

Bildlegende: Von Scuol-Tarasp aus könnte die neue Verbindung ins Südtirol einst ausgehen. zvg

Bei einem Arbeitsbesuch der Regierung aus dem italienischen Südtirol in Chur wurde auch der alte Traum einer durchgehenden Bahnverbindung Graubünden-Südtirol diskutiert. Im Fokus standen die Ergebnisse einer Studie zu möglichen Varianten einer Bahnverbindung zwischen dem Unterengadin und dem Obervinschgau. Thema war zudem der Aufbau eines Verkehrsknotenpunktes im nordtirolischen Nauders.

Anlass für die Diskussion war die geplante Elektrifizierung der Südtiroler Vinschgerbahn und ein damit verbundener Ausbau des Südtiroler ÖV-Angebots. Die Erhöhung der Bahnkapazität in der autonomen italienischen Provinz und eine direkte Verbindung der dortigen Zentren im Stundentakt würden eine neue Chance bieten, die ÖV-Netze zwischen Graubünden und Südtirol neu aufzubauen.

Eine Verbindung zwischen dem Engadin und dem Südtirol soll rund 1 Milliarde Franken kosten. Neu soll es Geld auch von der EU geben. Es sei eine Vision, betonte der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher gegenüber dem «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF. Eine Vision, die es wert sei, weiter verfolgt zu werden.