Graubünden testet Wild auf Tuberkulose

Graubünden will die Ausbreitung der Rinder-Tuberkulose verhindern. Während der Nachjagd wird deshalb untersucht, ob erlegte Hirsche den Erreger in sich tragen.

Eine Hirschkuh huscht durch hohen Schnee

Bildlegende: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Wild in Graubünden infiziert ist. Keystone

Von 40 bis 50 Hirschen sollen Proben genommen werden. So wolle man sich vergewissern, dass die Krankheit noch nicht bis nach Graubünden vorgedrungen sei, sagte der Bündner Kantonstierarzt gegenüber dem «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF. Es ist das erste Mal, dass in Graubünden Wild auf Tuberkulose untersucht wird.

Die Tuberkulose kann vom Wild auf Nutztiere übertragen werden, etwa auf Rinder oder Schafe. Die Krankheit ist in der Schweiz bereits seit einiger Zeit ein Thema. Auch im direkt an Graubünden grenzende Österreich grassiert die Tuberkulose.

Die Tuberkulose kann auch auf den Menschen übertragen werden. Kantonstierarzt Hanimann gibt für den Verzehr von Wild aber grünes Licht. Eine Ansteckung auf diese Art sei ausgeschlossen, jedoch etwa durch unbehandelte Milch einer infizierten Kuh möglich.