Grünes Licht für Wandertunnel

Die Fussgänger in der Rheinschlucht wandern in in Zukunft im Dunkeln. Die Bündner Regierung bewilligt einen rund 400 Meter langen Tunnel in der Nähe von Trin und beendet somit einen jahrelangen Streit. Umweltschützer wollten den Weg in der Schlucht ganz verhindern.

Rheinschlucht

Bildlegende: Die Regierung zieht einen Strich unter den Streit um den Weg in der Rheinschlucht. Keystone

Jahrelang hatten die Initianten für einen durchgehenden Wanderweg in der Rheinschlucht gekämpft. Eine spektakuläre Hängebrücke hätte den letzten engen Abschnitt in der Rheinschlucht für die Wanderer begehbar machen sollen. Die Eidgenössische Kommission für Natur und Heimatschutz hingegen wehrte sich gegen dieses Vorhaben. Der Verein Pro Ruinaulta arbeitete darauf die Vorlage mit einem rund 400 Meter langen Wandertunnel aus. So würde - wenn auch ohne Blick auf die Schlucht - das letzte Teilstück bei Trin für die Wanderer begehbar werden, argumentierte der Verein.

Einsprachen gegen den Tunnel

Auch die Tunnelvariante wurde von den Gegnern nicht gerne gesehen - Einsprachen wurden eingereicht. Schliesslich genehmigte das Regionalparlament Surselva aber den regionalen Richtplan «Naturmonument Ruinaulta / Rheinschlucht» und ebnete

so den Weg zu einem Wandertunnel. Nun hat die Bündner Regierung den vom Regionalparlament beschlossenen regionalen Richtplan genehmigt. Zudem beschliesst sie die entsprechende Aktualisierung und Anpassung des Objekts im kantonalen Richtplan.

Durchgehender Wanderweg

Die Vorlage umfasst die Planung eines durchgehenden Wanderwegs entlang des Vorderrheins im Abschnitt Isla Bella-Brücke bis Station Trin sowie Massnahmen zum Schutz von Landschaft und Lebensräumen und zur Verbesserung des Schutz- und Nutzungskonzepts 2005.