Hirsche in Graubünden: «Wir sind am Limit»

Der Hirschbestand in Graubünden hat mit 15'000 Tieren seine tragbare Grösse erreicht, findet der Kanton Graubünden. Um den Bestand zu stabilisieren und regional reduzieren, werden die Jagdvorschriften angepasst.

Hirsche

Bildlegende: Der Hirsch isch eine anpassungsfähige und fortplfanzungsfreudige Wildart. Dies schafft in Graubünden zunehmend Probleme. Keystone

Die Hirschbestände im Kanton Graubünden sind in den letzten Jahre kontinuierlich gewachsen, teilt die Regierung mit. Sie hätten im Frühjahr 2013 die Grenze von 15'000 Tieren erreicht. «Wir sind am Limit», erklärte Jagdinspektor Georg Brosi an der Medieninformation gegenüber Radio SRF1.

Dies führe unter anderem dazu, dass der Lebensraum übernutzt wird und dass es vermehrt zu Konflikten mit der Land-, Alp- und Forstwirtschaft komme, führt die Regierung weiter aus.

Das Ziel bei der Hirschjagd-Planung sei es, den Bestand zu stabilisieren und regional zu reduzieren. Die Jagdplanung für den Herbst sieht den Abschuss von 4645 Hirschen vor, 185 mehr als im Vorjahr.

Um das Regulierungsziel zu erreichen, wird die Hochjagd weiter optimiert und die Schusszeit in der ersten Woche verlängert. Wildschutzgebiete werden subtiler bewirtschaftet: Es sollen dort gezielt Störaktionen und Einzelabschüsse stattfinden, ausserdem werden einzelne Wildschutzgebiete partiell geöffnet.