Hoffen und Bangen in Saas

Nachdem die Gemeinde Saas am Wochenende zweimal von einem Unwetter heimgesucht wurde, befürchten die Verantwortlichen nun weitere Gewitter. Weil noch immer instabiles Material am Berg ist, könnte dies beim nächsten Regen auch noch ins Tal donnern.

Männer räumen Geröll aus einer Garage.

Bildlegende: Die Verantwortlichen in Saas befürchten weitere Gewitter und Schlammlawinen. zvg

Am Samstag- und Sonntagabend gingen in Saas heftige Gewitter nieder. Alle drei Dorfbäche rissen Schlamm und Geröll mit und traten über die Ufer. Mehrere Keller und Garagen wurden überschwemmt. Die Kantonspolizei Graubünden schätzt den Schaden auf mehrere 100‘000 Franken.

Noch wird aufgeräumt in der Prättigauer Gemeinde, doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. «Wir sind die Bäche mit einem Helikopter abgeflogen», sagt Hans Ueli Wehrli, Gemeindepräsident von Saas. Noch immer seien steile Hänge am Berg instabil. Diese Erdmassen und Geröll drohten bei einem weiteren Gewitter ins Tal zu donnern.

Für Saas bedeute das nun, dass die Bäche im Dorf so schnell wie möglich ausgebaggert werden müssten. Aber eigentlich hoffe man, dass es in den nächsten Tagen keine Gewitter mehr gebe, sagt Wehrli, so könne sich das instabile Gebiet am Berg wieder beruhigen.