Hoffnung für Marroniproduzenten im Bergell

Die Gallwespe bedroht im Bergell die Kastanienbäume. In diesem Jahr ist der Befall so schlimm wie noch nie. Allerdings taucht langsam der natürliche Feind der Gallwespe im Tal auf. Zu diesem Schluss kommen Experten des Bundes.

Wucherungen an den Ästen

Bildlegende: Die Gallwespe legt ihre Eier in den Knospen der Bäume ab. Dann bilden sich an den Ästen auffällige Wucherungen. SRF

Bereits im Frühling hatte sich abgezeichnet, dass in diesem Jahr die Marronibäume im Bergell massiv von der Gallwespe befallen sein werden. Was das für die Ernte konkret bedeutet, ist nach wie vor unklar. Es dürfte aber deutlich weniger Früchte geben.

Nun machen Experten der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) den betroffenen Regionen Hoffnung. Wie auch im Tessin, wurde heuer im Bergell, der natürliche Feind der Gallwespe festgestellt.

Von Italien her drängt eine Art Schlupfwespe in die Schweiz. Diese vernichtet die Gallwespenlarven. Beim WSL hofft man nun, dass sich die Situation im Bergell dadurch wieder verbessert, bevor der Befall noch stärker wird.