«Ich bin ein wenig neidisch»

Das romanische RTR und der deutschsprachige belgische Rundfunk BRF haben je einen ihrer Journalisten für eine Woche getauscht. BRF-Journalist Alain Kniebs ist zu Besuch in Graubünden.

Kniebs im Dekor des romanischen Fernsehens

Bildlegende: Parallelen aber auch Unterschiede: Alain Kniebs auf Besuch beim romanischen Radio und Fernsehen. SRF

Alain Kniebs macht als Journalist Beiträge sowohl fürs Radio, als auch fürs Fernsehen. Stationiert ist er normalerweise in der Aussenstelle des öffentlich-rechtlichen BRF in Brüssel. Für eine Woche besucht er nun das romanische Radio und Fernsehen in Graubünden. Gleichzeitig hält sich ein romanischer Journalist in Belgien auf.

Neben dem flämischen und den französischsprachigen Gebiet in Belgien sind die deutschsprachigen Belgier mit rund 77'000 Einwohnern eine kleine Minderheit.

Den belgischen Journalisten haben bei den romanischen Kollegen vor allem die Dimensionen beeindruckt: «Unser Jahresbudget beträgt rund acht Millionen Franken. Das ist nicht einmal die Hälfte des Haushaltes von RTR». Dabei gebe es mehr deutschsprachige Belgier als Rätoromanen. Ja, er sei durchaus etwas neidisch, gibt Kniebs zu.

Auf diese Zahl will Kniebs die BRF-Chefs nochmals aufmerksam machen. Er hofft, dass das Austauschprojekt eine Erhöhung des Budgets zur Folge haben wird.

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