«Ich erinnere mich noch an zehn Betten in einem Saal»

Eigentlich wollte Suzanne von Blumenthal in der Gynäkologie arbeiten. Dann begann sie für ein Jahr in der Psychiatrie zu arbeiten – und blieb hängen. «Was braucht der Mensch um sich entwickeln, um Freude am leben zu haben», diese Fragen faszinieren die 55-jährige.

Im Gespräch blickt Suzanne von Blumenthal zurück auf ihre fast 30-jährige Tätigkeit für die psychiatrischen Dienste Graubünden. Als Chefärztin realisierte sie in den vergangenen 22 Jahren diverse Projekte.

Als für sie wichtiges Projekt bezeichnet sie den Umbau der Klinik Beverin in Cazis von 1997 bis 2004. Helle Räume in den alten Gebäuden, weg mit den Gittern, dazu auch eine Öffnung für die Angehörigen: «Die Leute sollen sich in die Klinik getrauen um zu sehen, es ist ein Ort wie ein anderes Spital auch».

Seit 2008 realisierte von Blumenthal in ihrer Funktion als Chefärztin Tageskliniken in allen Regionen. Dort können sich Menschen mit psychischen Erkrankungen ambulant behandeln lassen. 2010/11 arbeitete sie beim Aufbau der Privatklinik Mentalva in Cazis mit (siehe Audio links).

Die abtretende Chefärztin spricht im Gespräch über das Tabuthema Psychiatrie, wie sich die Behandlung in den vergangenen 30 Jahren verändert hat und wieso die Behandlung psychischer Erkrankungen manchmal länger dauert.

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; habs