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Graubünden «Ich filmte mit Tränen in den Augen»

Jahrzehntelang hat Philipp Lenz das Bündner Theater geprägt wie kaum ein Anderer. Vor wenigen Wochen ist er an einer schweren Krankheit gestorben. Nun erscheint ein berührender Dokumentarfilm über seine letzte Reise. Journalist Eligi Derungs erzählt eine Geschichte zwischen Realität und Fiktion.

Philipp Lenz im Fernsehinterview
Legende: Erzählt im Film von seiner unheilbaren Krankheit: Regisseur Philipp Lenz. ZVG

Es war im letzten Sommer, Ende August. Mitten in Chur trifft der Journalist Eligi Derungs auf Philipp Lenz und seine Frau Rösli. Philipp sitzt in einem Rollator. Diese Begegnung ist die Initialzündung für den Dokumentarfilm «Ir enavos na va betg pli» «Ich kann nicht mehr zurück».

Eligi Derungs erfährt bei dieser Begegnung, dass der Theatermann an einer unheilbaren Muskelkrankeit leidet. Der Regisseur erzählt ihm, er habe nicht mehr lange zu leben. Von da an begleitet ihn der Filmer immer wieder. Entstanden ist ein berührendes Portrait über den bekannten Bündner Theatermann.

In einem persönlichen Text schreibt Eligi Derungs: «Ende Jahr machen wir eine Reise zu den Dominikanerinnen ins Kloster Sankt Peter nach Bludenz. Die Schwestern sind gute Bekannte von Philipp und Rösli Lenz. An diesen Ort kommt er, um seine Beerdigung zu organisieren. Auch auf diesem Weg durfte ich ihn mit der Kamera begleiten. Für mich Momente, die ich so noch nie erlebt habe. Ich filmte mit Tränen in den Augen.»