Zum Inhalt springen

Graubünden Initiative will Sonderjagd abschaffen

Immer im September findet in Graubünden die Hochjagd statt. Wenn jedoch während dieser drei Wochen nicht genügend Tiere geschossen werden, kann die Bündner Regierung nochmals eine Sonderjagd bis Ende Jahr anordnen. Dies ist jedoch umstritten, eine Initiative will sie abschaffen.

Hirsch
Legende: Damit auch genügend Hirsche erlegt werden können, soll die Hauptjagdzeit verlängert werden Keystone

Unethisch und moralisch verwerflich: So beschreiben die Initianten die Sonderjagd, die Ende Jahr stattfindet. Die Wildtiere seien wegen des Schnees in Dorfnähe und würden dort von Jägern «abgeknallt», sagt Mitinitiant Christian Mathis, SVP-Politiker und selber Jäger.

Für die Initianten dürfen die Tiere in der Winterruhe nicht mehr gestört werden. Sie fordern deshalb, die Sonderjagd abzuschaffen und dafür die Hochjagd zu verlängern. Diese soll neu im September und Oktober stattfinden und bis zu 25 Tage dauern.

Problem Hirschpopulation

Die Sonderjagd existiert seit Jahrzehnten und wurde eingeführt, um die Wildbestände unter Kontrolle zu halten. Weil natürliche Feinde wie der Wolf fehlen, vermehren sich vor allem Hirsche stark. Je nach Region braucht es deshalb eine Nachjagd.

Laut dem Amt für Jagd und Fischerei muss die Sonderjagd Ende Jahr stattfinden, weil erst dann alle Tiere in ihren Überwinterungsgebieten sind. Ein Teil der Hirsche im Prättigau kommt von Österreich her.

Auch die Initianten anerkennen, dass es eine Regulierung der Wildbestände braucht. Sie sind jedoch überzeugt, dass dies ohne Sonderjagd möglich ist. Im Prättigau kämen die Hirsche bereits im Oktober, sagt Christian Mathis.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Guler Gisep, 7533 Fuldera
    Die Sonderjagd ist keine Jagd ! Auf der jetzigen Sonderjagd ist alles erlaubt, was auf der normalen Jagd verboten ist. Die Wildhüter erlauben diesen Jägern alles! Es wäre sicher möglich die erwünschte Abschusszahl auf der verlängerten normalen Jagd zu erreichen. ( z.B. ein weibliches Tier, inkl Kalb pro Jäger, Die letzen drei Tagen nur Kälber! Es gibt sicher noch mehrere Möglichkeiten - Ich unterstütze diese Initiative, bravo!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Wolf, Wald
      Lasst doch bitte uns auch was von dem feinen Wildbret, ihr Menschen könnt ja euer Fleisch im Laden kaufen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von U.Zbinden, Bern
    Die Bündner lassen den Tieren nicht mal die Winterruhe. Ihr seit so Schiess freudig! Die Wildtiere sind wegem dem Schnee in Dorf nähe und schon wird abgeknallt. Wie der Bär. Hoffe die Bündner haben nicht auch Angst vor den Murmeltiere.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen