Jede Bahn hat eine Lebensgeschichte

Ende November beginnt die Wintersaison im Skigebiet der Lenzerheide. Die Vorbereitung läuft dafür das ganze Jahr über, kaum endet die Wintersaison geht es los: Material bestellen, Kontrollen, Unterhalt und Wartungen. 436 Schneekanonen, 20 Pistenfahrzeuge, über 30 Anlagen und 225 Pistenkilometer.

Markus Imboden arbeitet seit 33 Jahren bei den Lenzerheide Bergbahnen. Er ist technischer Leiter der Bahnen und kennt ihre Macken. Obwohl es Standardbahnen seien, bleibe die Arbeit stets spannend, jede funktioniere etwas anders. Dazu komme das Wetter, Wind, Regen und Schnee. Man müsse auf alles gefasst sein.

Ein Grossteil der Arbeit sei getan, schliesslich gehe es in etwas mehr als einem Monat los. Bis dahin müssen noch die letzten Anlagen kontrolliert, geputzt, gewartet werden, wie zum Beispiel die Gondeln der Rothornbahn, die bis Ende dieser Woche noch im Sommerbetrieb fahren. Früh schneien, müsse es nicht, so Markus Imboden, um die Arbeit in Ruhe zu beenden, sei trockenes Wetter ideal.

Anders sieht das Werner Bieg. Er ist Leiter Beschneiung und Pistenpräparation. Seine Arbeit geht erst richtig los, wenn der Winter kommt: «In der ersten kalten Nacht müssen die Anlagen funktionieren. Da hofft man einfach, dass alles klappt.» Schliesslich seien die Schneekanonen nun lange nicht in Betrieb gewesen. Da könne es mal ein Leck geben. Die Beschneiungsanlagen sind bereits alle am Strom angeschlossen und werden nun noch via PC geprüft, ob sie funktionstüchig sind. Schliesslich wird digital überwacht, welche Schneekanone schneit und welche nicht.