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Kampf auf dem Wanderweg «Der Wanderer hat immer Vortritt»

Michael Roschi ist Geschäftsführer der Schweizer Wanderwege. Er tritt diese Tage am Ride Mountainbike-Kongress in Chur zum Thema «Koexistenz Biker und Wanderer» auf. Ein Gespräch.

Wanderer und Biker auf dem gleichen Weg.
Legende: Manchmal geht es friedlich: hier im Val Sinestra, oberhalb von Sent im Unterengadin. Keystone

SRF News: Michael Roschi, Sie sind sozusagen der oberste Wanderer der Schweiz. Nun sind Sie am Ride Mountainbike-Kongress in Chur. Vertragen sich Wanderer und Mountainbiker doch?

Michael Roschi: Ich bin am Kongress, um genau dieses Thema zu diskutieren. Mein Referat trägt den Titel «Koexistenz Wanderer und Mountainbiker auf Wanderwegen – Realität oder Utopie».

Und was ist es, Realität oder Utopie?

Meiner Meinung nach ist es Realität. In der Schweiz gibt es 65'000 Kilometer Wanderwege. Also gibt es genug Wege mit tiefen Frequenzen, wo Wanderer und Mountainbiker gut aneinander vorbeikommen. Auf den Wegen mit hochen Frequenzen setzen wir uns ein, dass man die Wege der Wanderer und Biker trennt.

Oft geraten Wanderer und Biker aneinander, wenn sie sich auf einem Weg kreuzen. Weshalb geht es nicht miteinander?

Das geht schon, aber leider gibt es immer wieder kleinere zwischenmenschliche Probleme. Zum Beispiel respektieren Biker das Vortrittsrecht der Wanderer nicht immer. Die Biker müssten aber Rücksicht nehmen und ihr Tempo drosseln, wenn ihnen ein Wanderer begegnet, denn der Wanderer hat immer Vortritt.

Das Gespräch führte Beatrice Gmünder.

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