Minderjährige Asylbewerber Kanton Graubünden lässt Betreuung extern untersuchen

In den letzten Jahren hat es immer wieder Kritik an der Betreuungspraxis für minderjährige Asylbewerber gegeben. Im Parlament wurde kritisiert, dass die Jungen schlecht versorgt und betreut seien. Nun soll der ehemalige Direktor des Bundesamts für Flüchtlinge, Peter Arbenz, die Vorwürfe untersuchen.

Porträt Peter Arbenz

Bildlegende: Der frühere Direktor des Bundesamts für Flüchtlinge Peter Arbenz soll die Betreuung der UMA untersuchen. Keystone

Vorwürfe: Keine lückenlose Betreuung, schlechte Versorgung, die Vorwürfe aus dem Parlament waren happig. Minderjährige Asylbewerber seien in Graubünden nicht ausreichend betreut.

Untersuchung: Im letzten Jahr konterte der zuständige Regierungsrat Christian Rathgeb die Kritik noch, der Umgang mit den Minderjährigen gelte auch in Bern als vorbildlich. Nun lässt das zuständige Departement die geäusserte Kritik dennoch untersuchen.

Als Experte wurde der Asylkenner und frühere Direktor des Bundesamts für Flüchtlinge Peter Arbenz bestimmt. Er habe überall offene Türen und er solle auch mit den Kritikern das Gespräch suchen, sagt Rathgeb.

Er soll untersuchen ob der Kanton sein speziell für junge Asylbewerber ausgearbeitetes Betreuungskonzept auch richtig umsetze. Der Bericht soll noch in der ersten Hälfte des laufenden Jahres erscheinen.