Keine «Sesselkleber» mehr in Bündner Kommissionen

Im Kanton Graubünden gibt es mehrere Kommissionen die die Regierung beraten. Für die Mitglieder gilt ab sofort eine Amtszeitbeschränkung von 12 Jahren. Die Regierung will so mehr Wechsel in diesen Gremien.

Einblick in den Grossen Rat in Chur.

Bildlegende: Mehr Wechsel in den Kommissionen sollen der Regierung neue Ideen bringen. Keystone

«Es wird mir sicher fehlen», sagt Carlo Portner, er ist seit mehr als 20 Jahren Präsident der Kulturförderungskommission. Im nächsten Jahr muss er aufhören - gegen seinen Willen. Neu gilt bei kantonsnahen Kommissionen eine Amtszeitbeschränkung von 12 Jahren. Die hat die Regierung beschlossen.

Auch für Markus Fischer ist die Zeit als Präsident der Natur- und Heimatschutzkommission abgelaufen. Er hat diesen Posten seit 14 Jahren und kann deshalb im nächsten Jahr nicht mehr für die Wahlen antreten. «Ich bedaure das», sagt Fischer, aber er akzeptiere den Entscheid.

«Wir wollen in diesen 55 Kommissionen mehr Wechsel und neue Ideen sollen Einzug halten», begründet Regierungsrätin Barbara Janom den Beschluss.

Grundsätzlich gilt nun eine Amtszeitbeschränkung von 12 Jahren, doch es gibt Ausnahmen. Wer zum Beispiel Experte in einer Kommission sitzt kann auch länger bleiben. Die Einzelfälle müssen die Departemente in den nächsten Monaten beurteilen.