Klare Worte an die Tourismusbranche: Neue Ideen sind gefragt

21 Millionen Franken wollen Graubünden und der Bund in den kommenden acht Jahren in den Bündner Tourismus investieren. Geld gibt es für innovative Projekte. Doch es hapert noch bei den konkreten Vorschlägen.

Holzhütte in Bündner Bergwelt

Bildlegende: Die Aufenthaltsdauer des Graubünden-Gastes ist in den letzten fünf Jahren von 3.2 auf 2.6 Nächte gesunken. Graubünden Tourismus

Seit mehr als einem halben Jahr ist bekannt, dass die öffentliche Hand in Graubünden neue Tourismusprojekte unterstützt. Für deren Beurteilung zuständig ist der Tourismusrat. Vorschläge seien bisher noch keine eingegangen: «Es gibt Projektideen und Projektfantasien», sagt Präsident Ernst Brugger gegenüber Radio SRF, aber keine konkreten Projekte.

Am Montag habe er an einer Branchenveranstaltung deshalb «Gas gegeben» und Klartext gesprochen. Das Problem sei, dass es allen immer noch zu gut gehe: «Man hat immer noch genügend Konfitürengläser im Keller, aber eigentlich produziert man keine Früchte mehr.»

Mit dem neuen Tourismusprogramm 2014-2020 will die öffentliche Hand auch die Zusammenarbeit innerhalb der Branche fördern. Das Konzept ist simpel: Verschiedene Akteure wie Hotels, Bergbahnen oder regionale Tourismusorganisationen entwickeln zusammen neue Angebote. Bis Ende Jahr hofft Ernst Brugger auf rund zwei Dutzend solcher Projekte.