«Kulturelle Identität stärken, ist der Schlüssel für die Zukunft»

Der bekannte deutsche Alpenforscher Werner Bätzing setzt sich seit Jahren mit dem Walsern auseinander. Anlässlich des Internationalen Walsertreffens in Arosa hat sich der Forscher Gedanken über die Zukunft des Bergvolks gemacht.

Aus dem Wallis zogen die Walser vor rund 700 Jahren aus und besiedelten verschiedene Gebiete in den europäischen Alpen. Im Kanton Graubünden sind das Rheinwald, das Safiental oder auch das Landwassertal traditionelle Walsergebiete.

Welche Zukunft haben die Walser? Für Alpenforscher Werner Bätzing ist klar, viele Walsersiedlungen sind bedroht. Wegen ihrer abgelegene Lage, der schlechten Erreichbarkeit und den kleinen Siedlungen hätte diese Orte einen schweren Stand. Zu schnell würden sie als alpine Brache abgetan, als Orte, welche man nicht erhalten könne.

Doch, die Walser könnten ihre Zukunft schon sichern, glaubt Bätzing. «Der Schlüssel ist die kulturelle Identität», sagt Bätzing, «das Selbstbewusstsein, gerne in den Bergen zu leben.» Dazu müssten die Walser ihre Traditionen leben, nicht museal, sondern weiterentwickelt. Das spezifisch walserische müsse erhalten bleiben.